Der Mond in 3D

Den mond dreidimensional darzustellen ist nichts Neues. Aber dennoch werde ich mich mit diesem Thema auch einmal auseinandersetzen. Ziel ist es hierbei vor allem, die bekanntesten Mondkrater zu visualisieren. Zwar sind die meisten Krater auf unzähligen Mondaufnahmen zu sehen, aber wenn man keine Draufsicht haben möchte, sondern eine Ansicht von der Seite, dann wird es schon schwieriger. Von Tycho oder Kopernikus mag man ja noch relativ schnell Seitenansichten finden, aber war nach Kratern wie Cassini, Clavius oder nach einigen Mare oder z.B. dem Mons Pitons sucht, wird es schon wesentlich schwerer haben.

Um dies zu bewerkstelligen, habe ich mir mehrere Mondkartographien herausgesucht. Auf den ersten Blick scheinen vorallem Karten von Clementine oder dem Lunar Reconnaissance Orbiter sehr gut geeignet zu sein. Aus diesem Grund werde ich auch vorerst bei diesen Aufnahmen bleiben. Für die Farbe habe ich mich letztendlich zu einer Kombination der Clementine UUVIS Basemap Karten entschieden. Dort gibt es eine kleine Version mit natürlichen Farben und eine große Version in schwarz/weiß. Die große Version hat dabei eine Auflösung von 128 Grad/Pixel, was eine Gesamttexturgröße von ca. 46.000×23.000 Pixeln ergibt. Damit lässt sich schon viel darstellen. Das wichtigste ist dabei aber immer noch die Höhenkarte, kurz DEM oder Digital Elevation Model. Hier verwende ich die LRO LOLA Aufnahmen – Lunar Reconnaissance Orbiter – Lunar Orbiter Laser Altimeter. Die Aufnahmen habe ich hier bisher in einer Auflösung von bis zu 303 Pixel/Grad gefunden, was einer Karte mit einer Breite von mehr als 108.000 Pixeln entspricht. Auch von anderen Orbitern habe ich schon Aufnahmen gefunden, sogar mit bis zu 1024 Pixeln pro Grad – aber diese werde ich vorher nicht verwenden.

Erste Tests mit einer Auflösung von lediglich 64 Pixeln pro Grad (also 23.040×11.520 Pixel) zeigen auch schon enorm viele Details. Diese hatte ich aber noch mit der Clementine Basemap V2 in schwarz/weiß gerendert. Leider fehlen auf den Aufnahmen einige Bereiche. So gibt es hier Regionen, auf denen die Aufnahme komplett schwarz ist. Aber das sah auch so schon sehr gut aus.

 

Letzten Endes erreicht man aber nur dann den kompletten Flair, wenn man auch genug Farbe in Spiel bringt. Ich habe mir also die Basemap V2 genommen und mit der natural color Basemap diese eingefärbt. Außerdem habe ich auch schon begonnen, die schwarzen Bereiche zu entfernen und Farbfehler in der natural color Version zu korrigieren. Wenn ich damit soweit fertig bin, werde ich diese hier wohl auch zum Download anbieten, wenn auch aus Gründen der Dateigröße wohl vorerst nur mit 64 Pixel pro Grad. Der Mond mit dieser Textur sieht dann aus, wie auf dem Bild am Anfang dieses Posts zu sehen. Man kann auch gut damit spielen und überhöht die Struktur um das 10-Fache. Das sieht dann aus wie auf dem Bild neben diesem Absatz.

Soviel erst einmal dazu. Weitere Bilder werden folgen.

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