Jupitermonde mit bloßem Auge sichtbar?

Jupiter befindet sich heute abend in Oppositionsstellung. Das heißt, Sonne, Erde und Jupiter befinden sich auf einer Linie (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Opposition_%28Astronomie%29). Das an sich ist nicht besonderes, denn es geschieht ungefähr alle 399 Tage. Besonders ist diesmal jedoch zum einen, dass von Jupiter aus ein Erdtransit stattfindet – also die Erde von Jupiter aus über der Sonnenscheibe vorbeizieht und zum anderen, dass alle vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto östlich von Jupiter sehr gut zu erkennen sind. Kein Mond befindet sich vor oder hinter Jupiter.

Berichten von http://astroblog-lippspringe.blogspot.de/2014/01/beobachtungsaufruf-fur-512014.html zufolge sind dann die Monde mindestens 30% heller als normalerweise, da der Phasenwinkel sehr gering ausfällt und die Mondscheiben annähernd voll beleuchtet sind.

Ab ca. 22 Uhr ist dann auch der Mond untergegangen, sodass wir eine ungestörte, dunkle Nacht haben. Wer nun den Jupiter entweder mit dem Daumen oder am besten einer Hauskante „abdeckt“, ist dann eventuell in der Lage, die galileischen Monde „rechts“ von Jupiter mit bloßem Auge zu erkennen. Man sollte dazu natürlich nicht mitten in einer Großstadt stehen. Aber auf Dörfern oder dunkleren Bereichen an Stadtgrenzen könnte dieses Experiment glücken.

Hier sieht man die genauen Positionen der Monde um 23 Uhr MEZ, die Ephemeridenberechnung wurde mit WinJuPos generiert. Wer also ein oder mehr Monde entdeckt hat, kann sich hier gerne in einem Kommentar melden, oder direkt auf der oben genannten Seite, die zu diesem Experiment aufrief.

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Kommentare

  1. […] sehen. Dazu schrieb gestern der Extrem-Amateur-Astronom Bernd Gährken (und u.a. hier, hier und hier wurde es auch verbreitet: “Der Phasenwinkel ist extrem klein und der Oppositionseffekt bei […]