Mond, erstes Viertel am 03.05.2014

Es wird mal wieder Zeit für ein echtes Bild vom Mond. Und diesmal ist es das knappe erste Viertel – oder genauer gesagt eine Phase von 0,21 – oder ca. 21% Beleuchtung.
Diesmal war der Aufbau für die Aufnahme aber ein klein wenig anders. Zusätzlich zum üblichen Setup meines ICS Galaxy Dobson D10-K-MCF (Öffnung 250mm und 1250mm Brennweite) und der Philips SPC 900NC direkt im Okularauszug (fokal) kam ein Astronomik ProPlanet 742 nm IR Passfilter. Dieser blockt das Licht im sichtbaren Bereich und lässt hauptsächlich das infrarote Licht ab ca. 740 nm durch. Im Infrarotbereich hat man in der Regel besseres Seeing, sprich: weniger Luftunruhe. Im Gegensatz zum menschlichen Auge sind CMOS und CCD Kameras ja auch für diesen Bereich empfindlich genug. Bei normalen Kameras kommt allerdings ein IR-Sperrfilter zum Einsatz (oder ein entsprechender Tiefpassfilter) – denn das Bild soll ja möglichst der mit dem Auge empfundenen Wirklichkeit nahe kommen.
Auch habe ich die Philips nun endlich aus ihrem originalen Gehäuse entfernt und in ein selbstgebautes Gehäuse gepackt. Nun liegt der Chip wirklich horizontal auf der optischen Achse und ist auch etwas näher an den OAZ gerutscht.

Das veränderte Setup merkte ich deutlich – trotz der schon relativ geringen Höhe des Mondes von knapp unter 20 Grad wies das Bild nur geringes Wabern auf. In dieser Höhe muss das Licht schon durch relativ viel Luft der Atmosphäre, was sonst zu erheblichen Störungen und Unschärfe führt. Bei den letzteren Videosequenzen machte sich das dann auch doch bemerkbar und das Bild wurde unschärfer. Zu dieser Zeit hatte der Mond aber auch schon wieder ein gutes Stück an höhe verloren und glänzte auch nicht mehr in einem hellen Farbton, sondern verfärbte sich schon leicht ins gelb-orangene.

Der Vorteil von einem Viertelmond ist aber glücklicherweise der, dass man zum einen nicht so viele Aufnahmen machen muss, wo der Mond durchs Bild zieht – man muss vorallem nicht so viele Aufnahmen ausrichten und stacken. Letztendlich benötigte ich nur sieben Einzelbilder (die nach dem Stacking in AviStack herauskamen) um mein komplettes Mosaik zu erstellen. Die Bilder wanderten vorher noch durch Fitswork zum Schärfen mit Deconvolution (Entfalten) und hatten dann eine schöne Schärfe. Und schon nach verhältnismäßig kurzer Bearbeitungszeit hatte ich dann mein fertiges Mond-Mosaik mit schön schattierten Kratern im Penumbra-Bereich.

 

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