Was ist Zeit. (I)

Ursprünglich war es geplant, alle Aspekte in einen Beitrag zu packen. Aber ich glaube, dies ist nicht Möglich. Das Thema Zeit kann man einfach aus zu vielen Blickwinkeln betrachten und ist natürlich mehr als nur ein Begriff. Es wird wohl darauf hinausführen, dass ich hierzu weitaus mehr als einen Beitrag verfassen werde.

Eine Hauptfrage ist zuerst, ob Zeit nun eine Erfindung des Menschen ist, oder ob es sie wirklich gibt. Dazu kann man folgende Frage stellen:

Wenn man die Zeit anhält, für wie lange kann man dies dann tun?

Man merkt gleich, dass hier ein grundsätzliches Problem entsteht. Es lässt sich auch nicht lösen. Denn Zeit ist ein Maß für eine Abfolge von Ereignissen. Finden keine Ereignisse statt – sei es auch nur die Bewegung eines Atoms, subatomaren Teilchens oder Elementarteilchens, verginge keine Zeit.

Zeit ist aber auch nichts Festes. Zeit kann für jeden anders ablaufen. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass zwei Beobachter, die sich in unterschiedlichen Bewegungszuständen befinden (der eine steht, der andere bewegt sich), sich nicht darüber einig werden können, ob zwei Ereignisse zur selben Zeit stattfanden, oder zeitlich auseinander lagen.

Dieses Problem wiederum begründet sich auf die Tatsache, dass sich Licht, oder Informationen, ja eigentlich komplett alles, mit maximal 300.000 Kilometern pro Sekunde fortbewegen kann. Je nachdem, ob man sich nun relativ zu zwei Ereignissen bewegt oder nicht, erreichen den Beobachter die Informationen über die Ereignisse zu unterschiedlichen Zeiten.

Da seit der Relativitätstheorie davon ausgegangen wird, dass Raum und Zeit eine Einheit – die Raumzeit – bilden, geht man sogar soweit, dass man sagen kann, je schneller ich mich bewege, desto weniger Zeit vergeht.
Man bewegt sich mit bis zu 300.000 km/s durch die Zeit – wenn man sich in Ruhe befindet. Bewegt man sich dabei aber durch den Raum, so geht ein Teil dieser Ortsänderung auf eine oder mehrere der gewohnten Raumdimensionen über. Man kommt von A nach B, aber gleichzeitig vergeht weniger Zeit.

Zeit bedeutet ebenfalls, dass die Unordnung im Universum zunimmt. Man spricht hierbei auch von Entropie. Je mehr Unordnung herrscht, umso mehr Zeit ist vergangen. Das ist der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Er besagt, dass bei Energieumwandlung ein Teil in Wärme umgewandelt wird und für weitere Umwandlungen auf diese Art und Weise verloren geht. Wenn dem so ist, dann gibt es tatsächlich irgendwann keine Zeit mehr. Irgendwann herrscht maximale Unordnung oder Entropie. Und dann kann man keine Aussagen mehr darüber treffen, ob Zeit verstrichen ist oder nicht.

Diese und viele andere Dinge stellen das Wesen der Zeit dar. Und hoffentlich bringen die nächsten Artikel etwas mehr Licht in diese Angelegenheit,

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