uStack

Teilweise waren bei meinen Aufnahmen auch solche dabei, wo die Belichtungszeit viel zu kurz ausfiel. Neben dem normalen Ausleserauschen der Kamera war vom eigentlich Objekt auch nach Dunkelbildabzug eigentlich nichts mehr zu erkennen. Das war mir zuerst bei Pan-STARRS so ergangen.
Nun gibt es natürlich die Möglichkeit, einzelne Frames aufzuaddieren. Aber das bringt natürlich nur etwas, wenn die Bild ausgerichtet sind. Ohne Nachführung oder Autoguiding bewegen sich die Sterne natürlich fleißig durch das Bild. Und wenn das selbst die Sterne kaum noch in dem Videomaterial zu sehen sind, so schafft es keine Stacking-Software diese Bilder auszurichten und aufzuaddieren.
Und genau das war das Problem. Man konnte die Bilder höchstens manuell ausrichten und überlagern. Das wiederum ist aber sehr zeitaufwändig und auch nicht immer optimal.

Und so kam ich auf die Idee, mir mein eigenes Programm zu schreiben. Es sollte auch schwachste Objekte/Sterne noch verfolgen und ausrichten können. Und uStack ist dazu in der Lage. Es verfolgt Objekte aufgrund der maximalen Bildhelligkeit. Ebenso erfolgt noch einmal eine präzise Ausrichtung durch Vergleich der einzelnen Frames.
uStack ist dazu auch noch in der Lage, die Bilder nach Schärfe zu sortieren. Das Programm soll im Laufe der Zeit natürlich noch einiges mehr können. Ich werde hier immer den aktuellen Stand der Dinge posten. Eine erste Testversion wird wohl auch bald zur Verfügung stehen.

Bisher sind folgende Features implementiert:

  • Ausrichten von Objekten, die sich kaum vom Ausleserauschen der Kamera abheben
  • pixelgenaues Ausrichten durch Mustervergleich
  • Dunkelbildabzug (darkframe) aus einzelnem Bild oder eine Serie von Darkframes
  • Aussortierung der Bild nach Bildschärfe
  • interne Speicherung des gestackten Bildes mit 32bit pro Kanal (ähnlich HDR)
  • einfache Farbanpassungen (Luminanz, Gamma, Helligkeit, Kontrast, Verstärkung (Gain))
  • Anpassung der Farbgewichtung bei Schwarzweiß-Ausgabe
  • Supersampling für Subpixel-Genauigkeit

Als Beispiel soll hier der Orionnebel dienen, der auf einer Testaufnahme aussieht, wie auf dem Einzelbild hier zu sehen:

oriA_001Zwar kann man natürlich nicht erwarten, dass man am Ende ein Super-Hochauflösendes Bild erhält, aber nach Aufaddieren der Einzelframes (mit 2x Filter um das Rauschen weiter zu reduzieren) sieht das Ganze dann so aus:

oriA_001_us

Und das ist meiner Meinung nach schonmal ein guter Erfolg.

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