Teotihuacán, Mexiko – Teil 1/2

Diesmal geht es nicht um Astronomie. Diesmal geht es um eine der bedeutendsten Ruinenstädte der Welt, nämlich um Teotihuacán, was übersetzt soviel heiße wie „Wo man zu einem Gott wird“. Andere Quellen sprechen auch von „den Wagen aus der Galaxie“ [Link]. Damit wären wir zwar wieder beim Thema, aber wir lassen das mal außen vor. Ich möchte mich hier nur auf die überwiegende Ansicht konzentrieren – und nicht alle Quellen nach möglichen Verbindungen durchsuchen.
Alle Bilder stammen von mir. Am Ende der Blog-Serie wird es noch einmal eine Galerie mit allen Fotos geben, da ich aus Gründen der Übersicht hier nur eine gewisse Zahl verwenden kann.

Ciudadela und Quetzalcoatl

Fakt jedenfalls ist, wenn man das Gelände betritt, landet man zuerst auf einem großen Platz namens Ciudadela. Umgeben ist er von Mauern, die die Sicht auf das innere zum größten Teil verhindern. Da die Mauern eine Länge von ca. 400 Metern haben, bietet er sehr vielen Menschen Platz. Einige rituelle Handlungen könnten hier also durchaus durchgeführt worden sein.

Neben Wohnanlagen ist aber das wohl auffallendste Merkmal der relativ große Tempel in der Mitte. Die Verziehrungen und Köpfe an der Pyramide lassen erkennen, dass diese dem Gott Quetzalcoatl gewidmet war. Betrachtet man sich nun einige Bilderhandschriften der Azteken, so war Quetzalcoatl am Himmel vermutlich als der Planet Venus symbolisiert. Das geht daraus hervor, dass die Mauern um die Pyramide in der teotihuacanischen Maßeinheit gemessen wurden, so kommt man auf eine Länge von ca. 484 Einheiten. Das entspricht in etwa der Anzahl an Tagen die vergehen bis Venus als Morgen- oder Abendstern zu sehen ist. Ich könnte hier auch weiterspinnen und sagen, es entspricht etwa der Anzahl an Jahren zwischen zwei Venutstransit-Zyklen (486 Jahre). Aber dann rutschen wir wirklich zu weit ab.

Der bekannteste Kopf an der Pyramide von Quetzalcoatl ist vermutlich die gefiederte Schlange, die auch eindeutig im zugeordnet wird. Es sind noch andere Köpfe zu sehen, aber diese können noch nicht eindeutige zugeordnet werden.

 Die Straße der Toten

Der gesamte Komplex ist über die sogenannte Straße der Toten (miccaolti) zu erreichen. Diese beginnt noch weit vor der Cidudadela am Berg Cerro Gordo (wo ein Tempel gebaut war) und läuft von dort vorbei an der Sonnenpyramide bis hin zur Mondpyramide.
An der Seite befinden sich zahlreiche Wohngebäude, die aber kaum noch erhalten sind. Es lässt sich jedoch aus der Bauart schließen, dass es sich hier um Domizile der wohlhabenderen Schicht gehandelt haben muss. Der Blick die Straße entlang ist dabei nicht durchgängig. Der Weg führt dabei über mehrere (insgesamt sechs) Treppendämme – und von Quetzalcoatls Tempel bis zur Mondpyramide muss man dabei annähernd zwei stolze Kilometer zurücklegen.

Auch findet man teilweise in überdachten Bereichen noch Zeichnungen an den Wänden. An anderen Bereichen wurden sie durch Wetter und Erosion leider weggespült.
Das hier gezeigte Bild wurde bei archäologischen Ausgrabungen 1963 entdeckt. Das Gebäude zählt dabei zum Teil des Puma Komplexes. Solche Abbildungen fanden sich vorallem an der schräg abfallenden Seite von Gebäuden. Auf dem Foto sieht man Teile einer Wildkatze, vermutlich ein Puma, mit weit geöffnetem Maul und großen Krallen. Der rot, weiß und grün gestreifte Hintergrund soll dabei eine aquatische Atmosphäre erzeugen, die Kreise am Rand stellen wertvolle Steine, „chalchihuites“ dar.

 

Im zweiten Teil wird es dann um die Sonnen- sowie Mondpyramide gehen.

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John Dobson ist am 15.01.2014 verstorben

John Dobson starb am 15.01.2014 in Burbank, Kalifornien mit 98 Jahren. Laut Aussagen starb er dabei friedlich. Er ist der Erfinder einer der wohl populärsten Teleskop-Montierungen: die Dobson-Montierung (Rockerbox).

Dobson wurde 1915 in Peking geboren und verbrachte seine Kindheit in China. Sein Großvater mütterlicherseits war der Gründer der Peking-Universität, seine Mutter Musikerin, sein Vater Dozent für Zoologie an der Pekinger Universität. 1927 ging die Familie zurück in die USA und ließ sich in San Francisco nieder. Dobsons Vater arbeitete als Lehrer an der dortigen Lowell High School.

John Dobson nahm ein Studium der Chemie an der Universität Berkeley auf, das er 1943 abschloss.

In jungen Jahren war Dobson Atheist. Mit zunehmendem Alter kam er zu der Überzeugung, dass das Universum göttlichen Ursprungs sein müsse. 1940 lebte er zeitweise in einem Kloster, das er allerdings wieder verließ, um sein Studium fortzuführen. 1944 wurde er Anhänger des Ramakrishna-Ordens und lebte für die nächsten 23 Jahre als Mönch im Vedanta-Kloster in San Francisco.

In dieser Zeit begann Dobson sich intensiv mit dem Aufbau des Universums auseinanderzusetzen. Um mehr darüber zu erfahren, beschäftigte er sich mit der Astronomie. Da er gelobt hatte, in Armut zu leben, konnte er sich kein fertiges Teleskop kaufen, sondern konstruierte Instrumente aus einfachsten Mitteln. So schliff er die Gläser von Flaschenböden zu Teleskopspiegeln und verwandte Papprohre, die auf Baustellen anfielen, als Tubus. Seine Geräte besaßen keine herkömmliche Montierung, sondern waren beweglich auf einem Kasten aus Sperrholz aufgesetzt.

Dobsons astronomische Aktivitäten stießen zunehmend auf Missbilligung seitens des Ordens. Seinen brieflichen Kontakt mit der Außenwelt musste er mitunter in verschlüsselter Form vornehmen, wobei er Teleskope als Geranien und Blumentöpfe „tarnte“. Schließlich musste er sich entscheiden, ob er weiter dem Orden angehören oder Teleskope bauen wollte. Dobson entschied sich für letzteres und trat 1967 aus.

Im gleichen Jahr wurde er Mitbegründer der „Sidewalk Astronomers“ („Gehweg-Astronomen“) in San Francisco. Diese Gruppe von Amateurastronomen stellte ihre Teleskope einfach auf die Gehwege der Stadt und bot jedem Passanten an, einen Blick hindurchzuwerfen. Die Sidewalk Astronomers sind mittlerweile eine Organisation mit weltweiter Mitgliedschaft. Ihr Ziel ist es, die Astronomie einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Dobsons erste Teleskope wiesen aufgrund ihrer primitiven Bauteile noch optische Unzulänglichkeiten auf und besaßen kein hohes Auflösungsvermögen. Im Laufe der Zeit verbesserten er und andere Amateurastronomen das Design. Das Prinzip der Dobson-Montierung stellt eine Möglichkeit dar, selbst große Spiegelteleskope preiswert herzustellen. Dobson-Teleskope können relativ einfach selbst gebaut werden, sind gut transportabel und können mit wenigen Handgriffen am Beobachtungsort aufgebaut werden. Diese Eigenschaften führten dazu, dass dieser Teleskoptyp heute sehr verbreitet ist.

(Quelle: Wikipedia)

 

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Aus uStack wird StackMatik

Einigen war es schon aufgefallen. uStack heißt ebenfalls eine Software bei Siemens. Aus diesem Anlass heißt uStack von nun an StackMatik. Google zufolge sollte es damit keine Verwirrungen beim Namen geben.
Und für alle, die uStack, bzw. StackMatik noch nicht kennen: Es ist ein Programm zur Ausrichtung und zum Stacking von astronomischen Aufnahmen, auch wenn die Qualität des Videomaterials eher als schlecht einzustufen ist. Dabei ist das Programm auch in der Lage, Objekte zu verfolgen, die im Videomaterial kaum noch sichtbar sind.

Auch wenn es lange Zeit kein Update zu dem Programm gab, habe ich bei entsprechender Freizeit weiter daran gearbeitet. Neben dem helligkeitsbasierten Ausrichten kam auch noch eine Ausrichtung anhand von Mustern hinzu. Damit lassen sich nun also auch Problemlos Planeten, Mond und Sonne ausrichten. Das Alignment ist dabei weiterhin so konzipiert, dass auch nicht nachgeführte Aufnahmen prima verarbeitet werden können, selbst größere Wackler bringen die Suche dabei nicht aus dem Konzept, während andere Programme dann gerne das Ausgewählte Objekt „verlieren“ und das Alignment schwierig gestalten.

Eine Qualitätsanalyse wird nun ebenfalls während des Alignment durchgeführt. Dort sind aber noch Verbesserungen in Planung. Erste Fortschritte sind aber schon zu sehen. Während beim linken Bild eines Sonnenfleckes alle Frames gestacked wurden, wurden im rechten Bild nur eine geringe Anzahl an Frames gestacked, das Bild ist dabei deutlich schärfer.

Ich hoffe, dass ich in angemessener Zeit die nächste Version zum Download bereitstellen kann.

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Sonne: schneller, großer koronaler Massenauswurf (CME impact)

Ein kürzlich stattgefundener koronaler Massenauswurf der Sonne könnte am 9. auf den 10. Januar 2014 gegen 0:38 Uhr UT (01:38 Uhr MEZ) zu einem moderaten bis schweren geomagnetischen Sturm (Kp Index 6 bis 8, auf einer Skala von 0 bis 9) führen.

Für uns bedeutet dies, dass selbst in Deutschland Polarlichter (Aurora Borealis) zu sehen sein könnten. Die sogenannte X1.2 Flare wurde mit ca 2.400 km/s gemessen, was ca. 8.600.000 km/h entspricht.

Da es sich um eine X-Class Flare mit einer Leistung von 1.00E-4 W / m ^ 2 kann es 0 bis 3 Tage nach diesem Auswurf zu einem Sonnensturm in Deutschland und evtl. sogar Österreich kommen.

Zu erkennen ist dies ebenfalls auf einer kürzlich durchgeführten Simulation von NASA/SWRC:
20140107_195000_anim.tim-den

Zu erkennen ist dieser Massenauswurf ebenfalls auf den letzten Zeitrafferaufnahmen des Solar Dynamics Observatory (SDO). (Animation kommt noch)20140107_185945_512_0193

 

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Erster Schnappschuss der Jupiter-Opposition vom 05.01.2014

Das Wetter in Deutschland hielt gestern wohl nicht viel von der sehr selten Konstellation, in der sich Jupiter, Erde und Sonne befanden. Schade eigentlich. Vermehrt konnte man eher von Frust hören, dass Wolken keinen ungestörten Blick zuliesen, wenn sich überhaupt mal eine Wolkenlücke zeigte.

So befand ich mich wohl an einer der wenigen Stellen, die über Stunden hinweg einen Blick auf Jupiter gewährten – zeitweilens sogar komplett wolkenlos.
Trotzdem habe ich sicherheitshalber auch einen schnellen Schnappschuss mit der Kamera und 30x Zoom (720mm equiv. Brennweite) gemacht. Um auch die Monde mit abzulichten, habe ich die Belichtungszeit auf 1/8s reduziert und den ISO dafür auf 3200 hochgeschraubt. Zwar ist das Bild dadurch recht körnig, aber man erkennt wunderbar alle Monde. Ebenfalls ist weiter östlich auch der ca. 6 mag helle Stern 44 Gem zu sehen. Er fällt doch um einiges schwächer aus als die galileischen Monde weiter links im Bild.

Einen Stern mit einer Helligkeit von 6 mag kann man unter normalen Bedingungen mit bloßem Auge nicht mehr sehen. Das ist nur an Orten fernab von Städten möglich und am besten im Gebirge, wo die Luft wirklich sehr klar ist. Objekte mit ca. 5 mag Helligkeit kann das geübte Auge aber auch an gewöhnlicheren Orten entdecken. Nur in einer Groß(stadt) sollte man sich trotzdem nicht aufhalten. Ein Stern 5. Größe ist dabei ca. 2,5 mal heller als ein Stern 6. Größe. So kann man auf dem Foto doch schon ein wenig abschätzen, dass die Monde mit bloßem Auge sichtbar gewesen sein könnten, auch wenn man dazu sicherlich Geduld und Übung mitbringen musste. Allerdings ist hier wohl dann doch eher von Erahnen statt von Sehen die Rede. Für das menschliche Auge ist es doch schon sehr kompliziert, solche Objekte aufzulösen.

Ich selbst hatte leider keine ausreichend entfernte Hauskante zu Auswahl. Somit musste eine näher gelegene Stange herhalten. Ich meine zwar, etwas gesehen zu haben, meine Hand möchte ich dafür aber auch nicht ins Feuer legen. 🙂

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Jupitermonde mit bloßem Auge sichtbar?

Jupiter befindet sich heute abend in Oppositionsstellung. Das heißt, Sonne, Erde und Jupiter befinden sich auf einer Linie (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Opposition_%28Astronomie%29). Das an sich ist nicht besonderes, denn es geschieht ungefähr alle 399 Tage. Besonders ist diesmal jedoch zum einen, dass von Jupiter aus ein Erdtransit stattfindet – also die Erde von Jupiter aus über der Sonnenscheibe vorbeizieht und zum anderen, dass alle vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto östlich von Jupiter sehr gut zu erkennen sind. Kein Mond befindet sich vor oder hinter Jupiter.

Berichten von http://astroblog-lippspringe.blogspot.de/2014/01/beobachtungsaufruf-fur-512014.html zufolge sind dann die Monde mindestens 30% heller als normalerweise, da der Phasenwinkel sehr gering ausfällt und die Mondscheiben annähernd voll beleuchtet sind.

Ab ca. 22 Uhr ist dann auch der Mond untergegangen, sodass wir eine ungestörte, dunkle Nacht haben. Wer nun den Jupiter entweder mit dem Daumen oder am besten einer Hauskante „abdeckt“, ist dann eventuell in der Lage, die galileischen Monde „rechts“ von Jupiter mit bloßem Auge zu erkennen. Man sollte dazu natürlich nicht mitten in einer Großstadt stehen. Aber auf Dörfern oder dunkleren Bereichen an Stadtgrenzen könnte dieses Experiment glücken.

Hier sieht man die genauen Positionen der Monde um 23 Uhr MEZ, die Ephemeridenberechnung wurde mit WinJuPos generiert. Wer also ein oder mehr Monde entdeckt hat, kann sich hier gerne in einem Kommentar melden, oder direkt auf der oben genannten Seite, die zu diesem Experiment aufrief.

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Ist ISON tot?

Dieses Video zeigt einen Vergleich der Bilder, die von SOHO mit der LASCO C3 Kamera von ISON und Lovejoy aufgenommen wurden.
Wer immernoch glaubt, ISON könnte seinen Flug um die Sonne überlebt haben, sollte hiernach langsam eingestehen, dass ISON nicht mehr existiert.
Wie man deutlich sieht ist Lovejoy viel, viel heller als ISON. Das zeigt sich an dem weißen Balken. Er entsteht dadurch, dass der Komet viel zu hell für die LASCO C3 Optik ist. ISON allerdings erscheint auf den Aufnahmen nach dem Perihel noch nicht mal in Reinweiß.
Ebenfalls sieht man auch, dass der Schweif von Lovejoy nach dem Flug um die Sonne von dieser wegzeigt, da der Sonnenwind das herausgelöste Material wegbläst. Bei ISON verflüchtigt sich der verbleibende Schweif eher sehr langsam in den Weltraum, ohne dabei aber von der Sonne wegzuzeigen. Es gibt kein Material mehr, das einen frischen, neuen Schweif erzeugen könnte.

Credit: NASA, ESA, David Günzel

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ISON Update 1: Schweif nach Perihel sichtbar

ISON 28.11.2013 20:36Erstes Update: Mittlerweile sind Teile (oder eher Reste) von ISON sichtbar. Die Helligkeit fällt allerdings extrem gering aus. Man kann wohl definitiv vom Schlimmsten ausgehen.

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Bye bye Komet ISON

ISON 28.11.2013In letzter Zeit habe ich wenig über ISON berichtet. Im Auge hatte ich ihn natürlich trotzdem immer. Ich hatte auch gehofft, dass er im Dezember nach seinem Sonnenumflug ein schönes Bild am Nachthimmel abgibt.

Leider sieht es so aus, als würde Komet ISON seinen Flug um die Sonne nicht überstehen.

Wie man auf dem Bild (Credit: SOHO/ESAC) sieht, besitzt der Komet kein Koma mehr, sondern der hellste Bereich befindet sich nun im Schweif. Das deutet darauf hin, dass sich der Kern gänzlich aufgelöst hat und die Materie sich nun im Schweif verteilt.

Bye bye ISON, war nett Dich gekannt zu haben.

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Vollmond-Mosaik 18./19.10.2013

Ich gebe zu, das Bild ist schon etwas länger fertig – seit letztem Wochenende, aber ich konnte mich noch nicht so ganz dazu durchringen, es auch hier hochzuladen. Der Hauptgrund ist der, dass ich noch nicht so ganz zufrieden bin. Die verarbeiteten Videos hatten im Verlauf der Zeit eine leichte Farbänderung – trotz festem Weißabgleich. Das lies sich auch nicht gänzlich korrigieren, auch wenn man es so nicht sieht. Ich habe noch andere Aufnahmen, die jedoch erst noch bearbeitet werden müssen. Bis dahin vergeht wohl aber noch etwas Zeit. Solange darf man sich an diesem Bild erfreuen.

Am 18./19. waren die Bedingungen für ein Vollmond-Mosaik endlich mal gut geeignet. Gutes Seeing und optimale Transparenz. Herausgekommen sind dann eben etliche Videosequenzen 640×480 Pixel @ 5 FPS fokal aus der in eine SPC 900NC gemoddeten Philips ToUCam 740K, aufgenommenmit wxAstroCapture. Alles nicht nachgeführt. Wie auch bei einem Dobson-Teleskop. 🙂
Gestackt habe ich das mit dem guten, alten Registax 5.1. Pro fertigem Einzelbild flossen dabei immer 120 Einzelbilder aus der Videosequenz ein, von denen meist zwischen 90 und 100 Verwendung fanden. Und diese Ergebnisse wurden anschließend in Fitswork per iterativem PSF-Schärfen geschärft. Das bringt, so finde ich, die besten Ergebnisse. Die insgesamt etwas über 70 einzelnen Bilder habe ich dann in PS zum Mosaik zusammengefügt. Bei dem Bild hier habe ich etwas an den Kontrast- und Tonwerten gedreht um schönere Übergänge zwischen hellen und dunklen Regionen zu bekommen. So kommen auch die Auswürfe um die Mondkrater, vorallem Tycho und Archimedes besser zur Geltung. Auch die Mare, sei es nun Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit), Mare Tranquillitatis (Meer der Ruhe) oder kleinere wie Mare Varporum (Meer der Dünste), Mare Crisium (Meer der Gefahren).

Aber wie schon gesagt: Lediglich ein paar Wermutstropfen blieben. Ich hatte vorher nicht kollimiert. Die Videos wurden zum unteren Bildrand und nach links hin leicht unscharf. Außerdem veränderte sich die Farbe trotz festem Weißabgleich. Ich habe aber noch die 10-FPS-Aufnahmen hier auf der Platte. Die sind farblich besser und werde sie wohl auch noch verarbeiten. Aber das wird eben noch dauern.

Für die Daten-Freaks:
Teleskop: ICS Galaxy Dobson D10-K-MCF (250/1250mm) ohne Nachführung
Kamera: Philips SPC 900NC
Belichtungszeit: 1/1500s, minimales Gain
Aufnahme: wxAstroCapture, wcRMac, wcCtrl
Stacking: Registax 5.1
Nachbearbeitung: Fitswork
Endbearbeitung: Photoshop

Das Bild in voller Auflösung findet sich auch nochmal hier: http://images.hellstorm.de/Mond.jpg

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