Pan-STARRS vom 01.04.2013

Pan-STARRS (C/2011 L4) vom 01.04.2013Auch wenn er momentan schon fast wieder Geschichte ist (außer man hat ein gutes Teleskop): Pan-STARRS zu beobachten war hier nie ein Thema. Die Wolken haben immer gut verhindert, dass er mich abends blendet. Erst als er ausreichend dunkel war, haben die Wolken am 1. April (wie passend!) mal den ein oder anderen Blick zugelassen. Was heißt, er war dunkel… Mit bloßem Auge war er eigentlich schon nur noch zu erahnen. Da er aber am Tage meiner Beobachtung an einer recht markanten Stelle unterhalb M31 (der Andromedagalaxie) stand, war er mit einem Feldstecher gut auszumachen. Und verblüffender Weise konnte man ihn damit sogar noch sehr gut sehen.

Meine Kamera ist jedoch nicht unbedingt die Wahl, wenn es um Langzeitbelichtung geht, aber ohne Nachführung sind sowieso keine Belichtungszeiten über etwa 10 Sekunden drin. Damit relativiert sich die Situation schon wieder. Was man aber man kann, ist logischerweise eine Bildserie. Nur war hier wieder das Problem, dass ich nur mit einem normalen Stativ gearbeitet habe. Die Kamera konnte ich also nur grob ausrichten. Einmal auf das Display der Kamera geschaut war der Sternenhimmel sowieso gleich wesentlich dunkler. Glücklicherweise konnte ich dann aber doch zwei Bilder insofern überlagern, als dass sich dann Pan-STARRS aus dem Rauschen der 8-Sekunden-Langzeitbelichtung mit hohem ISO abhob. M31 zeigt sich dann ebenfalls als verwaschener Fleck.

Naja, immer noch besser als ihn gar nicht auf „Film“ gebannt zu bekommen. 🙂

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Komet ISON nun auch von Hubble beobachtet

ison_hubbleAm 10. April war es endlich soweit: Hubble hat sich des als Jahrhundertkometen gepriesenen C/2012 S1 (ISON) angenommen. Auch wenn er mit derzeit noch fast 650 Millionen Kilometern Entfernung zur Erde – und fast 600 Millionen Kilometern zur Sonne – noch sehr weit weg ist, macht sich die Sonneneinstrahlung schon enorm bemerkbar. Verdampfte Gase und Eis entweichen in den Weltraum und bilden einen mehr als 90.000 Kilometer langen Schweif. Die ebenfalls aus Gas bestehende Hülle hat ebenso einen Durchmesser von mehr als 5.000 Kilometern.

Was das für den 28. September 2013 bedeutet, wo sich der Komet im Perihel – dem sonnennächsten Punkt – befindet, bleibt noch abzuwarten. Der Durchmesser von ISON wurde aufgrund des Bildmaterials auf gerade einmal fünf bis sechs Kilometer geschätzt. Für seine scheinbare Helligkeit, die er momentan besitzt, ist das relativ viel und deutet darauf hin, dass er enorme Mengen an Material in den Weltraum verliert. Es kann also ebenso passieren, dass er noch vor seiner kürzesten Entfernung zur Sonne bereits zerbricht oder an Helligkeit einbüßt. Seine Distanz zu unserem Zentralgestirn beträgt dann gerade einmal 1,1 Millionen Kilometer. Erst am 26.12.2013 ist er auf seinem Rückweg der Erde am nächsten – bei einer Entfernung von immerhin 60 Millionen Kilometern. Sein Weg ist also alles andere als unproblematisch. Hoffen wir also, dass er seinen Ritt recht unbeschadet übersteht.

Entdeckt wurde er im übrigen am International Science Optical Network (kurz ISON, woher er auch seinen Namen hat) im September 2012 von zwei russischen Astronomen. Erste Bahnberechnungen zeigten, dass er wohl aus der Oort’schen Wolke kommt, einen schalenförmigen Bereich um unser Sonnensystem in mehr als einem Lichtjahr Entfernung. Dort befinden sich Überreste aus der Entstehung unseres Sonnensystems. Gleichzeitig bildet diese „Wolke“ auch die Quelle für die meisten langperiodischen Kometen. Durch die sogenannten galaktischen Gezeiten – ein gravitativer Einfluss unserer Galaxie auf z.B. diese Wolke – wird die Umlaufbahn von Objekten in der Oort’schen Wolke gestört und sie geraten als langperiodische Kometen ins innere unseres Sonnensystems. ISON scheint dabei das erste Mal auf dem Weg in unser Sonnensystem zu sein. Er besitzt also noch eine „saubere“ Oberfläche mit flüchtigen Gasen, die nun zu verdampfen beginnen.

ison_2Aktuelle Bilder wie dieses findet man regelmäßig auf der Seite http://blog.ison2013.org/ . Die gemachten Aufnahmen zeigen ebenfalls, dass der Komet weiterhin immer heller wird, obwohl er sich zur Zeit eigentlich von der Erde entfernt. Auch daraus lässt sich noch keine eindeutige Schlussfolgerung ableiten, wie sich ISON uns im September zeigen wird. Drücken wir ihm für seine Reise also erstmal weiter die Daumen…

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Mondfinsternis vom 25.04.2013

Partielle Mondfinsternis vom 25.04.2013 um ca. 22:15

Partielle Mondfinsternis vom 25.04.2013 um ca. 22:15

Einige werden es vielleicht mitbekommen haben: Gestern konnte man in Deutschland gegen 22:10 Uhr eine partielle Mondfinsternis sehen. Das bedeutet, dass zumindest ein Teil des Kernschattens der Erde den Mond verdeckt. Da dies, je nach Grad der Bedeckung, teilweise nur zu einem kleinen Prozentsatz der Fall ist, nimmt man sie mit bloßem Auge nicht unbedingt immer wahr. Wer nur sporadisch einmal zum Mond hochschaut, dem wird also nicht wirklich etwas auffallen.
Wer sich jedoch gestern gezielt den

Mond angesehen hat – zur richtigen Zeit natürlich -, dem wird aufgefallen sein, dass links oben eine kleine Ecke „fehlte“, bzw. eben nicht zu sehen war. Der Mond war auch noch nicht lange aufgegangen und daher auch in ein noch leicht rötliches Licht getaucht, was insgesamt dann doch ein beeindruckendes Bild ergab.

Freihändig mit der Kamera aufgenommen bekommt man das Bild natürlich nicht knackig scharf, aber ich finde, dass es doch eine recht gute Aufnahme geworden ist. Ich habe den Kontrast noch leicht angehoben und das Bild leicht geschärft und entrauscht, sodass die partielle Mondfinsternis gut zur Geltung kommt. Aufgenommen wurde das Bild mitten im Harz mit einer Fujifilm Finepix HS10, ISO200, 1/640s, f/5.6 und 720mm equivalenter KB-Brennweite.

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Ein neuer Blog

Ja, jetzt hab ich’s doch schon wieder getan. Ich habe einen Blog angelegt. Ursprünglich war es jedoch eigentlich meine Absicht, Hellstorm.De zu überarbeiten. Aber das wird wohl noch dauern. Joomla Templates sind ja auch nicht von jetzt auf gleich erstellt. Tatsache ist aber, dass ich das unaufgeräumte Design nicht mehr so wirklich mag. Da soll dieser Blog hier Abhilfe schaffen.

Also schnell ein vernünftiges Template herausgesucht, leicht angepasst und nun kann ich zumindest zeitweilig hier meine Dinge weiter loswerden und brauche mir keine Gedanken darum zu machen, wann ich denn nun endlich das neue Design fertig bekomme. Wenn das Joomla-Design dann endlich fertig ist, müsste es ja recht gut gehen, alles irgendwie zu importieren. Und wenn nicht, vielleicht lässt sich ja auch WordPress ganz gut anpassen, bzw. ohne größer Schwierigkeiten ein eigenes Template erstellen.

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